Altar zur Heilig-Rock-Wallfahrt der Ecclesia-Dei-Gemeinschaften am 21. April 2012 mit Kardinal Brandmüller (und Bischof Ackermann):
Altar zur Heilig-Rock-Wallfahrt der Piusbruderschaft am 6. Mai 2012:
Ich bin trotzdem sehr froh, an BEIDEN Wallfahrten teilgenommen zu haben, denn BEIDE waren eine große Gnade! Deo gratias!!!
Mittwoch, 9. Mai 2012
Freitag, 2. März 2012
Kleine Gesten - große Wirkung...
Wo ich heute abend - erstmalig am Herz-Jesu-Freitag - zur Hl. Messe und hinterher noch einer fast 3stündigen Anbetung war, wurde vor der Hl. Messe zu meiner großen Freude auch noch eine Kreuzwegandacht gehalten.
Ich sitze für gewöhnlich vom Mittelgang aus rechts im hinteren Teil, und rechts an der Wand befinden sich auch die 14 kleinen Kreuzwegbilder. Die Kirche lässt es nicht zu, mit der ganzen Gemeinde die Stationen abzugehen, aber für die Gewinnung eines vollkommenen Ablasses ist es zumindest nötig, dass der Priester (bzw. Vorbeter) von Station zu Station geht, was dieser auch tat (er lief im Mittelgang, da es direkt an der Wand zu eng ist).
Zum "Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst" haben Priester und Gemeinde immer eine Kniebeuge gemacht, und die Gemeinde kniete in den Bänken auch zum Schlussgebet bei den Stationen.
Bei der 12. Station nun, wo Jesus am Kreuz stirbt, befand sich der Priester genau auf meiner Höhe, da rechts neben mir an der Wand das entsprechende Bild war. Und bei der 12. Station hat auch der Priester beim Gebet gekniet. Auf dem Boden im Mittelgang. Im 90-Grad-Winkel zu mir, mit vielleicht einem Meter Abstand.
Ich muss sagen, dies hat irgendwie auf mich einen ziemlich großen Eindruck gemacht, ich kann das eigentlich gar nicht beschreiben. Für mich steckte eine große Demut und Frömmigkeit in dieser Geste, und ich hab einen Priester noch nie aus nächster Nähe knien sehen. Ich denke, das war ein Moment, an den ich mich erinnern werde.
Aber auch insgesamt war es ein sehr lohnenswerter Abend, und ich freue mich, hingefahren zu sein. Da ich es dieses Jahr versäumt habe, mir für die Fastenzeit explizit irgendwas vorzunehmen, fand ich es umso wichtiger, heute mal einen ganzen Abend vor Gott zu verbringen...
Ich sitze für gewöhnlich vom Mittelgang aus rechts im hinteren Teil, und rechts an der Wand befinden sich auch die 14 kleinen Kreuzwegbilder. Die Kirche lässt es nicht zu, mit der ganzen Gemeinde die Stationen abzugehen, aber für die Gewinnung eines vollkommenen Ablasses ist es zumindest nötig, dass der Priester (bzw. Vorbeter) von Station zu Station geht, was dieser auch tat (er lief im Mittelgang, da es direkt an der Wand zu eng ist).
Zum "Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus, und preisen Dich, denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst" haben Priester und Gemeinde immer eine Kniebeuge gemacht, und die Gemeinde kniete in den Bänken auch zum Schlussgebet bei den Stationen.
Bei der 12. Station nun, wo Jesus am Kreuz stirbt, befand sich der Priester genau auf meiner Höhe, da rechts neben mir an der Wand das entsprechende Bild war. Und bei der 12. Station hat auch der Priester beim Gebet gekniet. Auf dem Boden im Mittelgang. Im 90-Grad-Winkel zu mir, mit vielleicht einem Meter Abstand.
Ich muss sagen, dies hat irgendwie auf mich einen ziemlich großen Eindruck gemacht, ich kann das eigentlich gar nicht beschreiben. Für mich steckte eine große Demut und Frömmigkeit in dieser Geste, und ich hab einen Priester noch nie aus nächster Nähe knien sehen. Ich denke, das war ein Moment, an den ich mich erinnern werde.
Aber auch insgesamt war es ein sehr lohnenswerter Abend, und ich freue mich, hingefahren zu sein. Da ich es dieses Jahr versäumt habe, mir für die Fastenzeit explizit irgendwas vorzunehmen, fand ich es umso wichtiger, heute mal einen ganzen Abend vor Gott zu verbringen...
Donnerstag, 16. Februar 2012
Herr, ich komme zu Dir...
Den heutigen Tag empfand ich als sehr belastend. Ich war durcheinander, traurig und auch wütend, ärgerte mich über mich selbst, da ich entgegen meiner üblichen Natur merkte, wie ich allmählich Groll gegenüber einem anderen (virtuellen) Menschen entwickelte. Das Gedankenkarussell sorgte erschwerend für unerträgliche Kopfschmerzen.
Mehr oder minder spontan hab ich dann beschlossen, früher als gewöhnlich das Büro zu verlassen und in eine Hl. Messe zu gehen, die nur mittwochs in ca. 15 Minuten fußläufiger Entfernung von meiner Wohnung stattfindet. Die kleine Kirche mag ich ausgesprochen gern. Ich merkte direkt, wie ich zur Ruhe komme und all meine ganzen quälenden Sorgen beim Herrn ablegen konnte...
Ich muss sagen, dass es eine wirklich unerwartet schöne Hl. Messe war, so schön sie halt in der ordentlichen Form des römischen Ritus sein kann (die außerordentliche Form gibt es leider nicht dann, wenn ich es gerne hätte). Es fing schon damit an, dass ich sehr glücklich war, dass das ordentliche Schuldbekenntnis gesprochen wurde. Ich bat vorher noch in Gedanken inständig darum, und, ja, tatsächlich, danke...
Von ganzem Herzen habe ich es mitgesprochen und Gott für meinen Groll um Verzeihung gebeten, was bei den Christusrufen der Form C so direkt nicht möglich gewesen wäre.
Angesprochen hat mich dann natürlich die heutige Lesung... nicht zornig sein... alles Böse ablegen... sanftmütig sein... nein, das fällt mir momentan tatsächlich recht schwer...
Herr, es tut mir leid, ich möchte nach Deinem Worte handeln, aber ich bin so schwach, und derzeit weiß ich mit der emotionalen Belastung einfach nicht mehr umzugehen. Ich fühle mich überfordert, hilflos und allein. Aber das ist natürlich keine Entschuldigung dafür, was ich heute für böse Gedanken hatte. Sie haben mich ja selbst erschreckt.
Bitte verzeih mir, Herr, und schenke mir Deinen Frieden, Deine Sanftmut... ich möchte ein aufrichtiges Zeugnis meines Glaubens geben, authentisch sein... es soll doch durchscheinen, dass ich Dich liebe und aus Deiner Liebe lebe...
Warum mache ich nur immer alles falsch? Warum erscheinst Du mir meist so weit weg? Seufz... :-(
Es gab das 3. Hochgebet, und ich freue mich immer, wenn nicht das 2. genommen wird, insofern war ich glücklich und zufrieden. Ich habe problemlos die knieende Mundkommunion empfangen können, und irgendwie war ich hinterher doch recht selig und von großem Dank erfüllt.
Schwer beladen hatte ich die Kirche betreten, von einer Last befreit hab ich sie verlassen, so fühlte es sich an.
Ja, so soll es sein. Der Besuch der Hl. Messe ist die Kraft für unseren Alltag, die Hl. Eucharistie stärkt und ermutigt uns.
Schade, dass ich das nicht jeden Tag so erleben kann... aber danke für heute, ich hatte es wirklich dringend nötig... deo gratias!
* * * * * * *
Dies hier ist übrigens eines meiner absoluten christlichen Lieblingslieder, und das passt ganz gut dazu:
"Herr, ich komme zu Dir, und ich steh' vor Dir, so wie ich bin,
alles was mich bewegt, lege ich vor Dich hin.
Herr, ich komme zu Dir, und ich schütte mein Herz bei Dir aus,
was mich hindert, ganz bei Dir zu sein, räume aus!
Meine Sorgen sind Dir nicht verborgen, Du wirst sorgen für mich.
Voll Vertrauen will ich auf Dich schauen, Herr, ich baue auf Dich!
Gib mir ein neues ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund.
Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn Du bewirkst Dein Lob in mir."
Mehr oder minder spontan hab ich dann beschlossen, früher als gewöhnlich das Büro zu verlassen und in eine Hl. Messe zu gehen, die nur mittwochs in ca. 15 Minuten fußläufiger Entfernung von meiner Wohnung stattfindet. Die kleine Kirche mag ich ausgesprochen gern. Ich merkte direkt, wie ich zur Ruhe komme und all meine ganzen quälenden Sorgen beim Herrn ablegen konnte...
Ich muss sagen, dass es eine wirklich unerwartet schöne Hl. Messe war, so schön sie halt in der ordentlichen Form des römischen Ritus sein kann (die außerordentliche Form gibt es leider nicht dann, wenn ich es gerne hätte). Es fing schon damit an, dass ich sehr glücklich war, dass das ordentliche Schuldbekenntnis gesprochen wurde. Ich bat vorher noch in Gedanken inständig darum, und, ja, tatsächlich, danke...
Von ganzem Herzen habe ich es mitgesprochen und Gott für meinen Groll um Verzeihung gebeten, was bei den Christusrufen der Form C so direkt nicht möglich gewesen wäre.
Angesprochen hat mich dann natürlich die heutige Lesung... nicht zornig sein... alles Böse ablegen... sanftmütig sein... nein, das fällt mir momentan tatsächlich recht schwer...
Herr, es tut mir leid, ich möchte nach Deinem Worte handeln, aber ich bin so schwach, und derzeit weiß ich mit der emotionalen Belastung einfach nicht mehr umzugehen. Ich fühle mich überfordert, hilflos und allein. Aber das ist natürlich keine Entschuldigung dafür, was ich heute für böse Gedanken hatte. Sie haben mich ja selbst erschreckt.
Bitte verzeih mir, Herr, und schenke mir Deinen Frieden, Deine Sanftmut... ich möchte ein aufrichtiges Zeugnis meines Glaubens geben, authentisch sein... es soll doch durchscheinen, dass ich Dich liebe und aus Deiner Liebe lebe...
Warum mache ich nur immer alles falsch? Warum erscheinst Du mir meist so weit weg? Seufz... :-(
Es gab das 3. Hochgebet, und ich freue mich immer, wenn nicht das 2. genommen wird, insofern war ich glücklich und zufrieden. Ich habe problemlos die knieende Mundkommunion empfangen können, und irgendwie war ich hinterher doch recht selig und von großem Dank erfüllt.
Schwer beladen hatte ich die Kirche betreten, von einer Last befreit hab ich sie verlassen, so fühlte es sich an.
Ja, so soll es sein. Der Besuch der Hl. Messe ist die Kraft für unseren Alltag, die Hl. Eucharistie stärkt und ermutigt uns.
Schade, dass ich das nicht jeden Tag so erleben kann... aber danke für heute, ich hatte es wirklich dringend nötig... deo gratias!
* * * * * * *
Dies hier ist übrigens eines meiner absoluten christlichen Lieblingslieder, und das passt ganz gut dazu:
"Herr, ich komme zu Dir, und ich steh' vor Dir, so wie ich bin,
alles was mich bewegt, lege ich vor Dich hin.
Herr, ich komme zu Dir, und ich schütte mein Herz bei Dir aus,
was mich hindert, ganz bei Dir zu sein, räume aus!
Meine Sorgen sind Dir nicht verborgen, Du wirst sorgen für mich.
Voll Vertrauen will ich auf Dich schauen, Herr, ich baue auf Dich!
Gib mir ein neues ungeteiltes Herz. Lege ein neues Lied in meinen Mund.
Fülle mich neu mit Deinem Geist, denn Du bewirkst Dein Lob in mir."
Sonntag, 29. Januar 2012
DANKE, liebe Sponsa Agni...
Ich hab ein Bild, ich hab ein Bild, juchuuuu... ich hab endlich ein schönes Bild da oben auf meinem Blog... ;-)
Meine liebe Mit-Bloggerin hat den ganzen Tag darauf verwendet, für mich ein passendes Bild herauszusuchen, hat entgegen ihrer persönlichen Vorliebe das Rosa genommen (hehe... :D), und ohne größere Absprachen bin ich total beeindruckt, was dabei herausgekommen ist, und es gefällt mir richtig gut!
Vielen lieben Dank!!!
Ohne Dich würde dieses Blog wahrscheinlich noch in 100 Jahren ohne echtes Bild auskommen müssen... ;-)
Meine liebe Mit-Bloggerin hat den ganzen Tag darauf verwendet, für mich ein passendes Bild herauszusuchen, hat entgegen ihrer persönlichen Vorliebe das Rosa genommen (hehe... :D), und ohne größere Absprachen bin ich total beeindruckt, was dabei herausgekommen ist, und es gefällt mir richtig gut!
Vielen lieben Dank!!!
Ohne Dich würde dieses Blog wahrscheinlich noch in 100 Jahren ohne echtes Bild auskommen müssen... ;-)
Samstag, 28. Januar 2012
Messgedanken...
... wobei... so ganz stimmt die Überschrift nicht, denn die Hl. Messe war ja an für sich bereits beendet, als sich das kleine Detail ereignete, was mich heute so sehr gefreut hatte...
Ich war heute morgen nämlich in einer Hl. Messe im außerordentlichen Ritus, und es sollte hinterher noch ein Vortrag stattfinden. Die Hl. Messe hatte mir sehr gut gefallen, denn es war eine STILLE Hl. Messe. Da die ganz gewöhnliche Wochentags-Still-Messe seinerzeit die erste Hl. Messe war, die ich im alten Ritus besuchte, gefällt sie mir bis heute am besten, glaub ich. :)
Als der Priester das Schlussevangelium beendet hatte, kniete er sich mit dem Ministranten wieder auf die Altarstufen, und ich war ganz verwirrt und hab mich gefragt, ob jetzt noch im Messgewand bereits der Vortrag beginnt...
Aber nein - *andenKopfpatsch* -, natürlich wurden einfach "nur" die sog. leoninischen Gebete gebetet, die nach einer STILLEN Hl. Messe eigentlich verpflichtend sind (oder zumindest mal waren). Sie bestehen aus drei Ave Marias, einem Salve Regina, einem Gebet zum Hl. Erzengel Michael und drei Heiligstes-Herz-Jesu-Anrufungen.
Mir bedeutet das sehr viel. Schon als ich das das erste Mal gehört hatte, fand ich es traurig, dass man das Gebet zum Hl. Erzengel Michael heute nicht mehr hört, dabei wäre es doch gerade heute so wichtig. Und seinerzeit wohnte ich sogar in einem Ort, an dem die Pfarrkirche dem Hl. Michael geweiht war.
Ich hatte mich jedenfalls sehr gefreut, heute endlich mal wieder diese Gebete zu hören bzw. gemeinschaftlich zu beten. Da, wo ich vor Jahren in die alte Messe ging, wurden sie immer gebetet. Heute ist es meistens so, dass, wenn ich es am Werktag in die alte Messe schaffe, die Orgel ein Schlusslied spielt, und die leoninischen Gebete ausgelassen werden. Ich empfinde das als großen Verlust!
Allerdings hab ich mich wohl mittlerweile so sehr dran gewöhnt, dass es zu meiner heutigen Verwirrung kommen konnte...
Ich finde jedenfalls, sowohl das Schlussevangelium und die leoninischen Gebete am Ende, als auch im Sonntagshochamt das Asperges zu Beginn stellen eine große Bereicherung der Hl. Messe dar, und ich verstehe gar nicht, warum man im ordentlichen Ritus darauf verzichtet.
Und noch weniger verstehe ich, dass auch Priester im alten Ritus sie anscheinend manchmal unter den Tisch fallen lassen und lieber ein Schlusslied anstimmen oder es von der Orgel anstimmen lassen... dabei könnte dieses doch auch noch NACH den Gebeten gesungen werden, oder?!
Ich hab mich jedenfalls heute in dem Moment sehr, sehr gefreut! :-)
Ich war heute morgen nämlich in einer Hl. Messe im außerordentlichen Ritus, und es sollte hinterher noch ein Vortrag stattfinden. Die Hl. Messe hatte mir sehr gut gefallen, denn es war eine STILLE Hl. Messe. Da die ganz gewöhnliche Wochentags-Still-Messe seinerzeit die erste Hl. Messe war, die ich im alten Ritus besuchte, gefällt sie mir bis heute am besten, glaub ich. :)
Als der Priester das Schlussevangelium beendet hatte, kniete er sich mit dem Ministranten wieder auf die Altarstufen, und ich war ganz verwirrt und hab mich gefragt, ob jetzt noch im Messgewand bereits der Vortrag beginnt...
Aber nein - *andenKopfpatsch* -, natürlich wurden einfach "nur" die sog. leoninischen Gebete gebetet, die nach einer STILLEN Hl. Messe eigentlich verpflichtend sind (oder zumindest mal waren). Sie bestehen aus drei Ave Marias, einem Salve Regina, einem Gebet zum Hl. Erzengel Michael und drei Heiligstes-Herz-Jesu-Anrufungen.
Mir bedeutet das sehr viel. Schon als ich das das erste Mal gehört hatte, fand ich es traurig, dass man das Gebet zum Hl. Erzengel Michael heute nicht mehr hört, dabei wäre es doch gerade heute so wichtig. Und seinerzeit wohnte ich sogar in einem Ort, an dem die Pfarrkirche dem Hl. Michael geweiht war.
Ich hatte mich jedenfalls sehr gefreut, heute endlich mal wieder diese Gebete zu hören bzw. gemeinschaftlich zu beten. Da, wo ich vor Jahren in die alte Messe ging, wurden sie immer gebetet. Heute ist es meistens so, dass, wenn ich es am Werktag in die alte Messe schaffe, die Orgel ein Schlusslied spielt, und die leoninischen Gebete ausgelassen werden. Ich empfinde das als großen Verlust!
Allerdings hab ich mich wohl mittlerweile so sehr dran gewöhnt, dass es zu meiner heutigen Verwirrung kommen konnte...
Ich finde jedenfalls, sowohl das Schlussevangelium und die leoninischen Gebete am Ende, als auch im Sonntagshochamt das Asperges zu Beginn stellen eine große Bereicherung der Hl. Messe dar, und ich verstehe gar nicht, warum man im ordentlichen Ritus darauf verzichtet.
Und noch weniger verstehe ich, dass auch Priester im alten Ritus sie anscheinend manchmal unter den Tisch fallen lassen und lieber ein Schlusslied anstimmen oder es von der Orgel anstimmen lassen... dabei könnte dieses doch auch noch NACH den Gebeten gesungen werden, oder?!
Ich hab mich jedenfalls heute in dem Moment sehr, sehr gefreut! :-)
Dienstag, 10. Januar 2012
Warum ich heiße, wie ich heiße...
Sicherlich kennt jeder die Bibelstelle aus dem Markusevangelium, die von dem blinden Bettler Bartimäus handelt:
46 Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. 47 Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! 48 Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! 49 Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. 50 Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. 51 Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. 52 Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.
Analoge Perikopen findet man auch in Mt 20, 29-34 und Lk 18, 35-43. Allerdings wird dem Blinden nur bei Markus ein Name gegeben, und auch sonst finden sich geringfügige Unterschiede. Gleich ist aber allen drei Bibelstellen, dass viele den Blinden ärgerlich zum Schweigen bringen wollen, er sich davon aber nicht beirren lässt, sondern im Gegenteil noch lauter ruft.
Ich fand das immer schon faszinierend. Als Blinder ist man ziemlich hilflos und stand seinerzeit, wo Betteln die einzige Möglichkeit des Broterwerbs für einen Blinden war, am Rande der Gesellschaft. Wo man schon als Normalsterblicher Mut benötigt, sich einer Gruppe zu widersetzen, war diese Eigenschaft in dieser Situation sicherlich noch viel mehr gefragt. Dafür bewundere ich den Blinden.
Und Jesus belohnt seinen Mut und seine Entschlossenheit.
Interessant finde ich auch, dass Markus schreibt, er sprang auf und lief auf Jesus zu. Ich hätte vermutet, dass man als Blinder eher langsam und vorsichtig geht. Bartimäus muss schon ein besonderer Mensch gewesen sein.
Dass Jesus den Blinden dann fragt, was Er ihm tun solle, klingt eigentlich überflüssig. Es ist doch logisch, dass er wieder sehen können möchte, aber der Blinde soll es sagen, er soll es vor allen Leuten laut aussprechen, dass er tatsächlich daran glaubt, dass Jesus dieses Wunder vollbringen kann.
Wenige Verse vorher hatte Er dieselbe Frage an Jakobus und Johannes gestellt, denen es aber nur darum ging, wer denn in Seinem Reich neben Ihm sitzen dürfe...
Bartimäus jedenfalls gibt die richtige Antwort, und sein Glaube hat ihm geholfen. In einem Bibellexikon lese ich im übrigen, dass die Anrede "Rabbuni" (mein Herr, mein Meister) stärker sei als "Rabbi" und nur hier und bei Maria von Magdala in Joh 20, 16 zu finden sei (was ich jetzt mal so glaube).
Auch ich wünsche mir so einen starken Glauben und die Beharrlichkeit des Bittens sowie den Mut des Bartimäus.
Ein Priester, den ich zu meiner Konversion eingeladen hatte, schrieb mir damals ins ausliegende Poesiealbum den Vers aus dieser Perikope: "Hab Mut, steh auf, er ruft Dich!", und meinte dazu, "wir freuen uns mit dir, dass du dich hast rufen lassen."
Aber nun ja, mit diesem Tag war es doch nicht vorbei, wir müssen uns doch Tag für Tag aufs neue von Ihm rufen lassen, und wie gern halte ich mir die Ohren zu und sage, nein, jetzt nicht, ich hab keine Zeit, ich hab keine Lust, frag jemand anderen, ich bin müde und, und, und...
In einem völlig anderen Kontext nun hatte mir am 5. Januar jemand in einer Mail geschrieben, ich sei aber hartnäckig... und in dem Moment dachte ich an Bartimäus (ich musste allerdings erstmal nach dem Namen suchen), und so wurde von einen Moment auf den anderen mein Name und mein Blog geboren! Endlich!!! ;-)
Und zu dem Titel meines Blogs schreibe ich ein anderes Mal...
46 Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. 47 Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! 48 Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! 49 Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. 50 Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. 51 Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können. 52 Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.
Analoge Perikopen findet man auch in Mt 20, 29-34 und Lk 18, 35-43. Allerdings wird dem Blinden nur bei Markus ein Name gegeben, und auch sonst finden sich geringfügige Unterschiede. Gleich ist aber allen drei Bibelstellen, dass viele den Blinden ärgerlich zum Schweigen bringen wollen, er sich davon aber nicht beirren lässt, sondern im Gegenteil noch lauter ruft.
Ich fand das immer schon faszinierend. Als Blinder ist man ziemlich hilflos und stand seinerzeit, wo Betteln die einzige Möglichkeit des Broterwerbs für einen Blinden war, am Rande der Gesellschaft. Wo man schon als Normalsterblicher Mut benötigt, sich einer Gruppe zu widersetzen, war diese Eigenschaft in dieser Situation sicherlich noch viel mehr gefragt. Dafür bewundere ich den Blinden.
Und Jesus belohnt seinen Mut und seine Entschlossenheit.
Interessant finde ich auch, dass Markus schreibt, er sprang auf und lief auf Jesus zu. Ich hätte vermutet, dass man als Blinder eher langsam und vorsichtig geht. Bartimäus muss schon ein besonderer Mensch gewesen sein.
Dass Jesus den Blinden dann fragt, was Er ihm tun solle, klingt eigentlich überflüssig. Es ist doch logisch, dass er wieder sehen können möchte, aber der Blinde soll es sagen, er soll es vor allen Leuten laut aussprechen, dass er tatsächlich daran glaubt, dass Jesus dieses Wunder vollbringen kann.
Wenige Verse vorher hatte Er dieselbe Frage an Jakobus und Johannes gestellt, denen es aber nur darum ging, wer denn in Seinem Reich neben Ihm sitzen dürfe...
Bartimäus jedenfalls gibt die richtige Antwort, und sein Glaube hat ihm geholfen. In einem Bibellexikon lese ich im übrigen, dass die Anrede "Rabbuni" (mein Herr, mein Meister) stärker sei als "Rabbi" und nur hier und bei Maria von Magdala in Joh 20, 16 zu finden sei (was ich jetzt mal so glaube).
Auch ich wünsche mir so einen starken Glauben und die Beharrlichkeit des Bittens sowie den Mut des Bartimäus.
Ein Priester, den ich zu meiner Konversion eingeladen hatte, schrieb mir damals ins ausliegende Poesiealbum den Vers aus dieser Perikope: "Hab Mut, steh auf, er ruft Dich!", und meinte dazu, "wir freuen uns mit dir, dass du dich hast rufen lassen."
Aber nun ja, mit diesem Tag war es doch nicht vorbei, wir müssen uns doch Tag für Tag aufs neue von Ihm rufen lassen, und wie gern halte ich mir die Ohren zu und sage, nein, jetzt nicht, ich hab keine Zeit, ich hab keine Lust, frag jemand anderen, ich bin müde und, und, und...
In einem völlig anderen Kontext nun hatte mir am 5. Januar jemand in einer Mail geschrieben, ich sei aber hartnäckig... und in dem Moment dachte ich an Bartimäus (ich musste allerdings erstmal nach dem Namen suchen), und so wurde von einen Moment auf den anderen mein Name und mein Blog geboren! Endlich!!! ;-)
Und zu dem Titel meines Blogs schreibe ich ein anderes Mal...
Montag, 9. Januar 2012
Leise sinkt der Abend nieder...
In der nächsten Zeit möchte ich hier auch die (christlichen) Lieder und Gebete sammeln, die mir etwas bedeuten. Passend zur mal wieder viel zu späten Stunde beginne ich mit folgendem Text:
Leise sinkt der Abend nieder und das Tagwerk ist vollbracht,
:will Dich, Jesus, nochmals grüßen und Dir sagen gute Nacht.:
Traulich still vorm Tabernakel hält die ew'ge Lampe Wacht
:und die Englein singen leise: Lieber Heiland, gute Nacht.:
Heiland, gib uns Deinen Segen, schirm mit Deiner Gottesmacht
:mich und alle meine Lieben, schenk uns eine gute Nacht.:
Heiland, darf nicht länger weilen, hielt so gern noch bei Dir Wacht,
:doch ich grüße Dich von Herzen, lieber Heiland, gute Nacht.:
Tagt für mich ein neuer Morgen, gelte Dir mein erster Gruß:
:Liebster Jesus, Heil und Leben meiner Seele Hochgenuß.:
Eins mit Dir, so will ich leben, eins mit Dir, wenn's Auge bricht.
:Laß die Seele heimwärts schweben, grüßen Dich im ew'gen Licht.:
(inklusive Rechtschreibung entnommen dem Gebetszettelchen Nr. 7203 aus dem Miriam-Verlag)
Ich weiß, dass die meisten das "kitschig" finden werden, aber mir gefällt es sehr. Ich hörte es zum ersten Mal im Jahr nach meiner Konversion auf meiner ersten Maiandacht in einer Gemeinde, in der es viele polnische Katholiken gab, und es hat mich sofort zutiefst berührt. Anscheinend hatte dieses Lied dort Tradition.
Als ich es im selben Jahr in einer Nachbarpfarrei dann selbst einmal für eine Rosenkranzandacht verwendete, wurde ich hinterher von zwei älteren Damen angesprochen, die sich sehr gefreut hatten, weil sie es auch schon lange nicht mehr gehört hatten.
Ich selbst hörte es dann erst im Jahr 2011 wieder, als ich erstmalig an Sühnenächten in Wigratzbad teilgenommen habe.
Wie gesagt, ich weiß, dass viele mit so etwas nichts anfangen können, aber für mich hat es etwas von dem "so werden wie die Kinder", wenn man dem "lieben Heiland" einfach eine "gute Nacht" wünscht, meine Liebe zum Herrn ist eine kindliche naive Liebe, und außerdem finde ich die Melodie wunderschön.
Und indem ich es hier poste, hoffe ich einfach, dass es neben mir auch noch andere Menschen in den virtuellen Weiten gibt, die dies ebenso schön finden...
Was die Strophen angeht, scheint es geringfügige Unterschiede zu geben, hier ist z. B. eine dabei, die nicht auf dem Zettelchen steht:
"Hab ich heute Dich betrübet und Dir wenig Freud gemacht,
:morgen will ich Dich recht lieben, lieber Heiland, gute Nacht.:"
In diesem Sinne, gute Nacht! ;-)
Leise sinkt der Abend nieder und das Tagwerk ist vollbracht,
:will Dich, Jesus, nochmals grüßen und Dir sagen gute Nacht.:
Traulich still vorm Tabernakel hält die ew'ge Lampe Wacht
:und die Englein singen leise: Lieber Heiland, gute Nacht.:
Heiland, gib uns Deinen Segen, schirm mit Deiner Gottesmacht
:mich und alle meine Lieben, schenk uns eine gute Nacht.:
Heiland, darf nicht länger weilen, hielt so gern noch bei Dir Wacht,
:doch ich grüße Dich von Herzen, lieber Heiland, gute Nacht.:
Tagt für mich ein neuer Morgen, gelte Dir mein erster Gruß:
:Liebster Jesus, Heil und Leben meiner Seele Hochgenuß.:
Eins mit Dir, so will ich leben, eins mit Dir, wenn's Auge bricht.
:Laß die Seele heimwärts schweben, grüßen Dich im ew'gen Licht.:
(inklusive Rechtschreibung entnommen dem Gebetszettelchen Nr. 7203 aus dem Miriam-Verlag)
Ich weiß, dass die meisten das "kitschig" finden werden, aber mir gefällt es sehr. Ich hörte es zum ersten Mal im Jahr nach meiner Konversion auf meiner ersten Maiandacht in einer Gemeinde, in der es viele polnische Katholiken gab, und es hat mich sofort zutiefst berührt. Anscheinend hatte dieses Lied dort Tradition.
Als ich es im selben Jahr in einer Nachbarpfarrei dann selbst einmal für eine Rosenkranzandacht verwendete, wurde ich hinterher von zwei älteren Damen angesprochen, die sich sehr gefreut hatten, weil sie es auch schon lange nicht mehr gehört hatten.
Ich selbst hörte es dann erst im Jahr 2011 wieder, als ich erstmalig an Sühnenächten in Wigratzbad teilgenommen habe.
Wie gesagt, ich weiß, dass viele mit so etwas nichts anfangen können, aber für mich hat es etwas von dem "so werden wie die Kinder", wenn man dem "lieben Heiland" einfach eine "gute Nacht" wünscht, meine Liebe zum Herrn ist eine kindliche naive Liebe, und außerdem finde ich die Melodie wunderschön.
Und indem ich es hier poste, hoffe ich einfach, dass es neben mir auch noch andere Menschen in den virtuellen Weiten gibt, die dies ebenso schön finden...
Was die Strophen angeht, scheint es geringfügige Unterschiede zu geben, hier ist z. B. eine dabei, die nicht auf dem Zettelchen steht:
"Hab ich heute Dich betrübet und Dir wenig Freud gemacht,
:morgen will ich Dich recht lieben, lieber Heiland, gute Nacht.:"
In diesem Sinne, gute Nacht! ;-)
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